Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Chancen gegen Diabetes nutzen

6. April 2016 - 19:40

Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages „Diabetes“ appelliert die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller an alle gesellschaftlichen Kräfte, die Chancen zur Vermeidung und Bekämpfung von Diabetes zu nutzen.

Rund sechs Millionen Menschen leben in Deutschland mit Diabetes. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit niedrigem Sozialstatus erkranken an dem häufigeren Diabetes mellitus Typ 2. In vielen Fällen bleibt die Diagnose auch heute noch zu lange unerkannt.

„Diabetes ist kein Schicksal“, meint Bettina Müller. Die wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes mellitus Typ 2 - Bewegungsmangel, Fehlernährung und damit in Zusammenhang stehendes Übergewicht - sind beeinflussbar, wie die Gesundheitspolitikerin ausführt. „Wir brauchen gesundheitsfördernde Lebensbedingungen über die gesamte Lebensspanne hinweg; Aufklärung, Früherkennung und eine gute Versorgung“, fordert sie. Der SPD-Politikerin ist es vor allem wichtig, die Menschen zu erreichen, die sich nicht aus eigener Kraft um ihre Gesundheit oder die Gesundheit ihrer Kinder kümmern können.

Bettina Müller: „Wir haben hierfür gute gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. ‚Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln‘ ist als nationales Gesundheitsziel gesetzlich verankert und zentraler Bestandteil der nationalen Präventionsstrategie.“ So seien die Früherkennungsuntersuchungen ausgeweitet, die Selbsthilfe gestärkt und die Präventionsausgaben der Kassen nahezu verdoppelt worden. In ein strukturiertes Behandlungsprogramm, in dem Diabetespatientinnen und Diabetespatienten fach- und Sektor übergreifend gut versorgt werden, waren nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung insgesamt vier Millionen Menschen eingeschrieben.

„Es ist wichtig, dass die Nationale Präventionsstrategie nun mit Leben erfüllt wird und sich alle verantwortlichen Akteure mit ganzer Kraft einbringen“, fordert Bettina Müller. „Wir wissen aber auch, dass die Schaffung gesundheitsfördernder Lebensbedingungen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.“ Die SPD setze sich seit mehr als einem Jahrzehnt für die Verankerung von Gesundheitsförderung in allen Politikbereichen im Bund, in den Ländern und in den Kommunen ein. „Wir werden deshalb weiter darüber zu beraten haben, wie chronische Volkskrankheiten wie Diabetes, die mit viel Leid für die Betroffenen und hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden sind, besser vermieden und behandelt werden können.“

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