Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Diese Tür darf nicht zugeschlagen werden

28. Juli 2015 - 0:00
SPD-Bundestagsabgeordnete besuchte „Café La Porta“ in der Vorstadt Büdingen

Toll, dass die Existenz des ‚Café La Porta‘ bis 2016 gesichert ist“, freut sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller. „Es wäre aber wünschenswert, wenn das Café auch nach dem Ende des Modellprojektes „Familienstadt mit Zukunft“ eine Zukunft hätte. Hierfür werde ich mich gerne einsetzen.“

Als kolportiert wurde, das „Café La Porta“ werde schließen müssen, wandten sich besorgte Bürgerinnen und Bürger an ihre Bundestagsabgeordnete, Bettina Müller (SPD). Kurzerhand fuhr die Politikerin nach Büdingen, um sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Entstanden im Rahmen der „Familienstadt mit Zukunft“, ist das „La Porta“ mehr als nur ein Café mit selbstgebackenen Kuchen und frischen Snacks: Es ist ein Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung. Bei all den Angeboten rund um das Thema Familie – von Bildung und Betreuung, über Stadtentwicklung und bürgerschaftliches Engagement bis zur Integration – gehört in Büdingen auch die Inklusion dazu. Der Grund: „Familie hat viele Gesichter und jedes verdient eine besondere Wertschätzung. Deshalb ist es auch immer eine familienpolitische Herausforderung, Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu entwickeln“, erläuterte die Leiterin des Modellprojektes „Familienstadt mit Zukunft“, Diplom-Pädagogin Uta Pfeifer.

Bettina Müller ist überzeugt von diesem Konzept. „Der Weg, den Büdingen für sich gewählt hat, um als Familienstadt in die Zukunft zu gehen, ist richtig und gut. Das Projektbüro leistet hier eine enorme Arbeit, von der alle Bürgerinnen und Bürger profitieren“, meinte die Politikerin. Menschen mit Behinderung in diese Zukunft ein zu beziehen, hält sie für unabdingbar. „Es kann und darf nicht sein, dass Menschen mit Handicap auf der Strecke bleiben. Menschen mit und ohne Behinderung müssen in allen Lebensbereichen die gleichen Chancen auf Teilhabe offenstehen.“ Dazu gehöre auch die Arbeitswelt. Als Tür in die Arbeitswelt betrachtet die SPD-Bundestagsabgeordnete das „Café La Porta“. „Diese Tür darf nicht wieder zugeschlagen werden.“

Nun ist sie erst mal froh, dass Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden konnten. Dank der Finanzspritze der Stadt steht das Café – als Teil des Modellprojektes „Familienstadt mit Zukunft“ – bis Ende nächsten Jahres auf sicheren Beinen. Doch im Dezember 2016 ist das zehnjährige Modellprojekt zu Ende. Und dann?

Das Team des Projektbüros erarbeitet derzeit ein Konzept für die weitere Zukunft des Familienzentrums „Planet Zukunft“ und des „Cafés La Porta“. Im August soll es dem Magistrat vorliegen. Bettina Müller hofft, dass ein Weg gefunden wird, „La Porta“ auch langfristig zukunftsfähig zu machen. „Wir haben ein Modellprojekt, in dessen Rahmen verschiedene Angebote getestet werden. So weit, so gut. Aber es kann doch nicht sein, dass erfolgreiche Einrichtungen, wie das ‚La Porta‘, mit dem Ende des Modellprojektes wieder eingestampft werden, ganz nach dem Motto: erfolgreich bestanden, abgeschafft. Daher werde ich mich gerne für eine langfristige Perspektive für das Café einsetzen“, sagte Bettina Müller.

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