Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Kreis geht voran bei würdevoller Betreuung in der letzten Lebensphase

11. August 2017 - 13:06

Im nächsten Jahr eröffnet die neue Palliativstation am Krankenhaus Schlüchtern. Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, Landrat Thorsten Stolz und die SPD-Schlüchtern konnten vor Ort den Baufortschritt begutachten und sich vom Konzept der neuen Station überzeugen. „Den Menschen wird ein Leben bis zum Ende in Würde ermöglicht - ohne Schmerzen und mit optimaler medizinischer und pflegerischer Versorgung. Die mit zehn Betten ausgestattete Station bietet neben einer modernen Einrichtung ausreichend Platz, in welchen auch Angehörige den Aufenthalt begleiten können.“, so Müller. „Eine hoch spezialisierte Pflege für Sterbende erhält somit den Stellenwert, der ihr zusteht. Dies wollen wir für den gesamten Kreis sicherstellen. Mit der Station in Schlüchtern sind wir wieder einen Schritt weiter“, ergänzt Stolz.

 

Für Müller sei es erfreulich, die konkrete Umsetzung des Hospiz- und Palliativgesetzes, für das sie sich sehr eingesetzt habe, zu sehen. „Wir haben hier echte Verbesserungen für die Menschen erreicht. Ich bin davon überzeugt, dass die Situation von schwerkranken Menschen, aber auch der Hospiz- und Palliativeinrichtungen deutlich verbessert wurde. Auch der Auf- und Ausbau von solchen Einrichtungen, gerade im ländlichen Raum, wurde wesentlich optimiert“, schildert die Abgeordnete die Auswirkungen des 2015 verabschiedeten Gesetzes. Kreistagsabgeordnete Luise Meister sei „stolz auf die Leistung der kreiseigenen Kliniken und sehr zufrieden mit den Rahmenbedingungen aus Berlin“.

 

Täglich würden die Ärzte und Pflegekräfte alles daransetzen, den Patienten eine möglichst schnelle und langfristige Gesundung zu ermöglichen - eine anspruchsvolle Aufgabe. Mindestens ebenso anspruchsvoll jedoch sei es damit umzugehen, wenn die Möglichkeiten der modernen Medizin zur Heilung ausgeschöpft seien. „Die Befreiung oder Linderung von schwerwiegenden Symptomen steht dann im Mittelpunkt der Behandlung. Behandeln, betreuen und begleiten sind die Themen, denen wir uns annehmen müssen“, so Prof. Dr. Dirk Meininger, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie.

Der Wunsch, auch die letzte Lebensphase in Würde zu erleben, würde in jedem von uns tief begründet liegen. „Nach erfolgreicher Etablierung der stationären Schmerztherapie in Gelnhausen, können wir uns dem nächsten großen Projekt widmen, dem Auf- und Ausbau einer Palliativstation in Schlüchtern“ sagt Prof. Meininger, der sich mit der Oberärztin Dr. Diana Mäser, künftige Leiterin der Station, dem Thema annimmt. „Auf unserer neuen Station möchten wir die physischen und psychischen Belastungen dieser Patienten noch besser erkennen, behandeln und für entsprechende Unterstützung sorgen“, erklärt Dr. Mäser.

 

In Zukunft könnten bis zu zehn Patienten optimal behandelt werden, damit diese wieder schnellst möglich ins häusliche Umfeld oder auch in ein Hospiz zurückkehren könnten. Die Begründerin Cicerly Saunders erklärte: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.“ Nach diesem Motto möchte die Palliativstation in Zukunft arbeiten.

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