Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Neue Impulse für den innovativen Mittelstand setzen

19. September 2017 - 12:52
SPD-Bundestagsabgeordnete zu Informationsbesuch bei „Knaus Tabbert“ in Sinntal-Mottgers

„Der Mittelstand ist das leistungsstarke Rückgrat unserer Wirtschaft. Das zeigt sich gerade an Unternehmen wie ‚Knaus Tabbert‘ “, fasste Bettina Müller, SPD-Bundestagsabgeordnete, ihre Eindrücke vom Besuch der Niederlassung in Mottgers zusammen.

Knaus Tabbert zählt europaweit zu den führenden Herstellern von Reisemobilen und Caravans; mehrfach ausgezeichnet von den Lesern diverser Fachmagazine, Preisträger unter anderem des LUPO, den der Deutsche Caravaning Handels-Verband verleiht. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt im niederbayerischen Jandelsbrunn. Weitere Standorte befinden sich in Sinntal-Mottgers sowie im ungarischen Nagyoroszi. Kennzahlen aus dem vergangenen Jahr: über 410 Millionen Euro Umsatz, rund 1.560 Beschäftigte und 16.366 gebaute Reisemobile und Caravans.

„Jeden Tag werden bis zu 20 Wohnwagen hier in Mottgers gebaut. Wir haben hier auch eine eigene Schreinerei“, erläuterte Produktionsleiter Norbert Frisch der SPD-Politikerin beim Betriebsrundgang. „Die Branche boomt und wir boomen noch ein bisschen mehr“, freute er sich. Hauseigene Erfolgsfaktoren sind für ihn stetige Investitionen sowie eine Unternehmensphilosophie, die die Mitarbeiter ins Zentrum stelle. So würden gerade über 30 Millionen Euro in das Hauptwerk in Jandelsbrunn investiert, um die Kapazitäten signifikant zu steigern, auch das Werk in Mottgers sei weiterhin im Wachstum. Und es gelte eben der Grundsatz: „Geht es den Mitarbeitern gut, geht es auch dem Unternehmen gut.“ Für Frisch bewahrheitet sich das täglich am Arbeitsplatz. Aus seiner Sicht auch ein Grund, weshalb es dem Unternehmen – entgegen dem allgemeinen Trend – nie an Auszubildenden mangele. So hätten zum 1. September erst wieder vier neue Azubis in Mottgers angefangen.

„Solche Betriebe sind in unserer sozialen Marktwirtschaft ein starker und leistungsfähiger Faktor“, resümierte Bettina Müller. „Damit dies auch so bleibt, müssen wir neue Impulse für den innovativen Mittelstand setzen.“ Deshalb wolle die Koalition die Innovationskraft von kleinen und mittleren Unternehmen weiter stärken. Ein vom Bundestag beschlossener Antrag der Koalitionsfraktion greife hierzu eine Reihe von Vorschlägen auf, die die SPD-Fraktion erarbeitet habe und zwar in ihrer Projektgruppe „Neue Erfolge – Vorsprung durch Innovation. „Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen wollen wir stärker in die Lage versetzen, ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu steigern“, führte die Abgeordnete aus. Hierfür sollten unter anderem die Mittel für die erfolgreichen Programme „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ sowie „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ spürbar erhöht werden.

„Unser gesamtstaatliches Ziel, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen, haben wir mittlerweile erreicht. Das ist ein Erfolg. Aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen“, meinte die Abgeordnete. Deshalb wolle die SPD die Gesamt-Investitionen in Forschung und Entwicklung in Deutschland bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigern.

Zudem forderten sie im Koalitionsantrag die Bundesregierung auf, ein Konzept für eine steuerliche Forschungsförderung für mittelständische Unternehmen vorzulegen. Hierzu Bettina Müller: „Diese Forderung bleibt hinter der Position der SPD-Bundestagsfraktion zurück: Wir sind schon jetzt bereit, einen steuerlichen Forschungsbonus einzuführen. Leider wollten CDU/CSU unseren Vorschlag nicht mittragen.“

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