Bettina Müller

SPD-Bundestagsabgeordnete. Main-Kinzig. Wetterau. Schotten.

Trotz knapper Kassen Zukunft gestalten

20. September 2017 - 16:41
SPD Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und Bundestagsabgeordnete Bettina Müller besuchen Ortenberg-Lißberg

„Der ländlichen Raum kann auch trotz knapper Kassen zukunftsfähig gestaltet werden, dass sehen wir an Ortenberg und besonders dem Stadtteil Lißberg“, erklärt Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring während des Besuches des Vorsitzenden der SPD Hessen Thorsten-Schäfer Gümbel und der Bundestagsabgeordneten Bettina Müller. Auf Einladung der SPD traf man sich zunächst in der Bürgerstiftung Lißberg. Hier stellte die Bürgermeisterin die Hintergründe und Idee der Bürgerstiftung Ortenberg-Lißberg vor.  In dem Gebäude sollen fünf Übernachtungszimmer für ca. fünfzehn Personen mit WC, Duschen, Küche und einem großzügigen Gemeinschaftsraum entstehen. Gerade für Nutzer des Vulkanradwegs, Wandergruppen oder Schülerausflüge sowie Besuchergruppen regionaler Veranstaltungen sei dies eine preiswerte Alternative. Dadurch können kleine Gruppen, ähnlich wie in einer Jugendherberge, Unterkunft finden.

Darüber hinaus soll in der ehemaligen alten Schule ein multifunktionaler und generationsübergreifender Gebäudeteil geschaffen werden. Diese Räume könnten dann für Familienfeiern, Vereinsveranstaltungen oder politischen Veranstaltungen genutzt werden. Aber auch die Nutzung für Seniorentreffs, Krabbelgruppen oder Jugendanlaufstellen ist vorgesehen. Außerdem bestehe der Wunsch, dass eine Hausarztpraxis dort wöchentlich Sprechstunden anbietet. Im Frühjahr/Sommer 2018 soll die Bürgerstiftung eröffnet werden. Finanziert wird das Projekt im Wesentlichen durch ehrenamtliche Helferleistungen in einem Wert von bis jetzt Sechzig Tausend Euro. Das Gebäude selbst hat die Stadt Ortenberg in die Stiftung eingebracht. Außerdem erhielt die Stiftung eine Zuwendung aus der LEADER-Förderung in Höhe von knapp 35 Tausend Euro. Die beiden SPD-Politiker Bettina Müller und Thorsten Schäfer-Gümbel zeigten sich beeindruckt von dem herausragendem Engagement.

Anschließend besuchte die Gruppe den städtischen Kindergarten Regenbogenland, direkt neben der Stiftung. Dass die sogenannte Abschaffung der Kindergarten-Gebühren eine Mogelpackung sei, darin sind sich die Vertreter der SPD einig. Der Vorstoß der Landesregierung bezeichnet Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel als "halbherzig". "Die Realität für viele Familien ist doch, dass die durchschnittliche Betreuungszeit bei den Über-Dreijährigen bei siebeneinhalb Stunden liegt und nicht bei den veranschlagten sechs Stunden. Die Betreuung der Unter-Dreijährigen wird gar nicht entlastet. Die schwarz-grüne Landesregierung festigt damit ein konservatives Familienbild und sorgt nicht für Entlastungen, geschweige denn von gleichen Chancen.“

Dritte Station war die Traditionsmetzgerei Klaus Mann die seit 200 Jahren für Handwerk und tolle Produkte aus der Region steht. „Für die Dörfer und Städte im ländlichen Raum ist es wichtig, Handwerksbetriebe zu halten und zu unterstützen. Sie sind regional und lokal verankert und bilden aus. Zeigen die Betriebe doch die noch immer vorhandene Wertigkeit und Bedeutung des Handwerks in einer sich schnell wandelnden Welt“, stellt Bettina Müller fest.

Der Abschluss des Ortstermins fand auf der Burg Lißberg, das Wahrzeichen der Region und Besuchermagnet, statt. Viele Veranstaltungen fänden dort statt. Auch als Location für Hochzeiten habe sich die Burg in den Ballungsgebieten rumgesprochen. „Damit fließt Wirtschaftskraft in die Kommune und sichert Arbeitsplätze und Einnahmen für die klammen Kassen der Großgemeinde“, stellt die Bürgermeisterin fest.

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